Mund-Art Zahnarztpraxis 
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Dr. med. dent.
Alex H. Buss
Praxis Mund-Art
Lindenallee 24
4710 Balsthal
+41 62 391 10 00
abuss@mund-art-balsthal.ch
Die Therapie der Parodontitis
Parodontitis ist eine weit verbreitete Erkrankung, die das Zahnfleisch und die Haltestrukturen des Zahnes (Parodont=Zahnhalteapparat) angreift. Ursache sind Bakterien, die sich in dem Raum ansammeln, in dem Zahn und Zahnfleisch aufeinandertreffen ( Zahnfleischtaschen ). Diese Bakterien müssen durch regelmäßiges und gründliches Zähneputzen entfernt werden. Nicht gründlich entfernte bakterielle Beläge schädigen das Zahnfleisch.
Das Zahnfleisch, das im gesunden Zustand eng am Zahn anliegt, beginnt sich vom Knochen zu lösen. Bakterien dringen in diese Bereiche ein, und es bilden sich sogenannte Taschen, die nur noch schwer zu reinigen sind und es kommt schnell, aufgrund der Empfindlichkeit des Zahnfleisches, zu Entzündung und zu Zahnfleischbluten.
Funktionsstörungen im Kausystem, Störungen im allgemeinen Stoffwechsel, Alkohol, Nikotin sowie mechanische Traumata und Stress, können den Krankheitsverlauf ebenfalls negativ beeinflussen. ....Weiterführende Informationen dazu...
Die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist das Vorstadium der Parodontitis, das Zahnfleisch ist leicht gerötet und geschwollen und es blutet leicht. Bleibt dieses Vorstadium der Entzündung unbehandelt, kommt es oftmals zu einer Zerstörung der Fasern, die die Zähne im Knochen verankern, der Parodontitis. Damit einhergehend ist oft ein schlechter Mundgeruch, welcher auch nach intensivem Zähneputzen und z.B. Genuss von Bonbons oder Kaugummi nicht verschwindet.
Der Knochen, der den Zahn umgibt, wird langsam zerstört, stirbt also ab. Es kann dabei zu sogenannten toten Zähnen kommen. Die Folge ist der Verlust eines oder auch mehrerer Zähne.
Dies soll natürlich nach Möglichkeit verhindert werden und ist das erklärte Ziel jeder erfolgreichen Parodontitis Behandlung.
Debei geht es nicht nur um "ein bisschen Zahnstein kratzen", sondern um die Therapie einer Krankheit. Dieses Verständnis ist sehr wichtig für den Erfolg der Behandlung. Denn nur zusammen mit dem motivierten und informierten Patienten gelingt es die Krankheit in den meisten Fällen zu therapieren.
Zuerst wird eine Art topographische Landkarte des den Zahn umgebenden Knochens erstellt , die Taschentiefen werden gemessen und und das weitere therapeutische Vorgehen wird geplant.
In der Folge werden die unter dem Zahnfleisch liegenden Wurzeloberflächen gereinigt, wo nötig unter örtlicher Betäubung. Bei fortgeschrittener Parodonditis werden dazu oft mehrere Sitzungen benötigt.
Zunehmend setzen wir auch gezielt Antibiotika im Kampf gegen Parodontalerkrankungen ein.
Antibiotika gegen Parodontitis
Dieser neue Ansatz zur Bekämpfung der Zahnbetterkrankungen hat in den letzten Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Er geht davon aus, dass es einige genau bekannte und definierte Bakterienarten sind, die zur Parodotitis führen. Diese können wir mit einem speziell dafür entwickelten Testverfahren (PadoTest 4.5) identifizieren.
Mit sterilen Papierspitzen werden Proben aus den tiefen Zahnfleischtaschen entnommen und in einer Nährlösung an ein spezialisiertes Labor gesandt. Bereits nach wenigen Tagen erhalten wir eine detaillierte Analyse über Anzahl und Art der Bakterien, die die Zahnfleischtaschen besiedeln. Nun können wir gezielt Antibiotika auswählen, welche besonders wirksam gegen die im Test festgestellten Keime sind. Je nach Befund kann auch eine Kombination von zwei verschiedenen Präparaten nötig sein, um die Wirkung zu optimieren. Die Antibiotika werden als Tabletten über einen Zeitraum von 1-2 Wochen eingenommen.
Neueste Studien signalisieren eine hohe Erfolgsquote bei Parodontalerkrankungen, die gleichzeitig antibiotisch und mittels lokaler Massnahmen (z.B. Deep Scaling) therapiert werden. In vielen Fällen kommt es zu einer dauerhaften Elimination der aggressiven Parodontitiskeime und somit zu einer Ausheilung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat.

